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Die Perleidechse – Timon lepidus

Veröffentlicht am 5. Februar 2014, in Tierportraits.
Perleidechse im Terrarium

Perleidechse im Terrarium

Perleidechsen gehören zu den wunderschönen Echsen, die im Terrarium gehalten werden können. Sven Becker beschäftigt sich seit Jahren mit der Haltung und Aufzucht der Perleidechsen (Timon lepidus) und freut sich über seine erfolgreichen Nachzuchten, die er jedes Jahr zum Abgeben hat. In unserem Blog stellt er seine Tiere genauer vor und gibt einen kleinen Einblick über Europas größte Eidechsen.

Die Perleidechse – Timon lepidus

Die Größe der Perleidechse ist je nach Verbreitungsgebiet sehr unterschiedlich. Die Männchen erreichen eine Gesamtlänge von 60-70 cm, die Weibchen bleiben mit 50-55 cm deutlich kleiner. Sie hat eine grün-leuchtende Färbung und teils schwarze Schuppen und Ozellen, die sich über den ganzen Körper ziehen. An den Flanken hat sie viele blaue Flecken die wie Perlen aussehen und die meistens bei den Weibchen noch dunkel umrahmt sind. Daher auch der Name Perleidechse.

Arten

Timon kurdistanicus , Timon lepidus, Timon nevadensis ,Timon pater, Timon princeps , Timon tangitanus

Verbreitung der Perleidechse

Man findet sie auf der Iberische Halbinsel, einschließlich in Portugal. In Frankreich bewohnt sie die Mittelmeerküste, aber auch das Landesinnere. In buschreichen und felsigen Landschaften fühlt sich die Echse wohl und bewohnt dort Nagerbauten sowie Höhlen unter großen Felsen.

Perleidechsen im Terrarium

Das Terrarium und die Ausstattung

Die Perleidechsen sind sehr lebhafte und große Tiere, daher sollte man ein Terrarium mit einer Größe von mindestens 1,30 x 0,70 x 0,70 m einhalten. Je größer, desto besser. Die am Boden lebenden Sonnenanbeter mögen viele Versteckmöglichkeiten, genau so wie Sonne und Wärme – weshalb die Beleuchtung eine sehr wichtige Rolle spielt. Ein HQI- Strahler sowie eine UV- Lampe gehören zur Grundausstattung. Im Terrarium sollte eine Grundtemperatur von etwa 25-35°C herrschen und es sollte sowohl kühlere, als auch wärmere Stellen geben, damit man ein Temperaturgefälle erreicht. Somit können sich die Tiere den gewünschten Platz aussuchen.

Ernährung

Diese großen Echsen sind nicht sehr wählerisch und fressen fast alles was man ihnen anbietet: Grillen, Heimchen, Wanderheuschrecken, Schaben, Mehlwürmer, und Rosenkäferlarven gehören zum Nahrungsspektrum der Echsen. Vor dem Füttern wird das angebotene Futtertier mit einem Vitamin-Calcium-Präparat (Korvimin) bestäubt, das gegen Rachitis, Mangelerscheinungen und anderen Krankheiten vorgebeugt.

Nachzucht

Die meisten Perleidechsenweibchen bringen im Jahr 2-5 Gelege. Die Weibchen zeigen mit etwa 2-3 Jahren ihre ersten Paarungsaktivitäten. Nach etwa 1-1,5 Monaten werden die Eier in eine Grube, die sie selbst ausgehoben hat gelegt. Man sollte dem Tier ein Eiablageplatz mit 15 cm leicht feuchtem Sand -der durch Steine oder anderen Gegenständen geschützt ist- zur Verfügung stellen. Das Perleidechsenweibchen legt zwischen 6 bis über 20 Eier pro Gelege, je nach Alter des Tieres.

Die Inkubationstemperatur sollte zwischen 28°C und 29°C betragen. Die Temperatur hat bei der Perleidechse keinen Einfluss auf das Geschlecht der Schlüpflinge. Die Tiere schlüpfen nach etwa 70 bis 80 Tagen, in dem sie mit dem so genannten Eizahn die Eischale aufschlitzen.

Aufzucht

Die jungen Echsen haben eine Größe von etwa 11 bis 13 cm. Sie haben keinerlei Ähnlichkeit mit den Elterntieren, doch das ändert sich im Laufe der Monate. Die Jungtiere werden stets etwas feuchter gehalten als die Elterntiere. Bei der täglichen Fütterung werden die Futtertiere mit einem Calcium Präparat bestäubt da die Jungtiere sehr schnell heranwachsen. Nach etwa 8 bis 12 Monaten kann man das Geschlecht gut erkennen und die Jungtiere ähneln so langsam den Elterntieren.

von Sven Becker
www.t-lepidus.de

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